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Bürgerhaus Neubukow

Neubukow ist eine Kleinstadt mit ca. 4.000...

...Einwohnern und liegt an der B 105 zwischen den beiden Hansestädten Wismar und Rostock. Von hier aus sind die Ostseestädte Kühlungsborn und Rerik sowie das Salzhaff, umgeben von landschaftlich reizvoller Natur, in ca. 30 Minuten (Auto) zu erreichen. Natürlich ist der Strand Hauptanziehungspunkt für Urlauber und Gäste unserer Stadt. Aber wir sollten nicht vergessen, dass es weit mehr Sehenswertes gibt. Die wunderschönen Landschaften des Hellbachtales, des Buschmühlener Bruchs, des Wallberges sowie die ländliche und waldreiche Umgebung laden zum Wandern und Verweilen ein. Es heißt, Neubukow ist dadurch in die Weltgeschichte eingegangen, dass in dem im Jahre 1881 abgebrochenen Predigerhaus Heinrich Schliemann geboren wurde.
Neubukow ist aber nicht neu, sondern sehr alt; "in nouo opido Bukow" (in der neuen Stadt Bukow) und "in nuoa Buchowe" (im neuen Buchow) heißt es in den Urkunden des 13. Jahrhunderts, von denen die eine auf den 02. Juli 1270 fällt, die andere auf 1260 gesetzt worden ist. Mehr als 700 Jahre hat also Neubukow schon hinter sich. Ihren Namen hat die Stadt von dem sie vor Jahrhunderten umgebenden großen Buchenwald erhalten. Leider ist dieser nach einer alten Nachricht "verwüstet" worden, als die Stadt Wismar zur Holzgewinnung für den Bau ihrer Nicolaikirche hier einen großen Ziegelofen angelegt hatte. Die Geschichte wüste wenig von Neubukow zu berichten, wenn es nicht noch vor 130 Jahren um das Bürgerrecht eine besondere Bewandtnis gehabt hätte.

Der Magistrat der Stadt, deren hoher Kirchturm weit in die See hinein den Schiffern als Wahrzeichen gilt und daher auf allen Ostseekarten verzeichnet steht, erteilte bis in das erste Jahrzehnt des 19. Saeculum Schiffspässe, die allenthalben Anerkennung fanden. Infolgedessen ließen sich noch 1806 während der napoleonischen Kriege viele preußische Schiffer als Bürger aufnehmen, um Pässe zu bekommen. Dieses Privilegium schreibt sich wohl aus den Zeiten der Hanse her. Neubukow lag auf dem alten Landweg der wendischen Seestädte zueinander und außerdem so ziemlich in der Mitte zwischen Rostock und Wismar und zwischen Stralsund und Lübeck. Es hat deshalb als Treffpunkt für den Sendboten der einzelnen Städte eine Rolle gespielt.

Neubukow ist eine freundliche, in stetigem Aufblühen begriffene Kleinstadt urmecklenburgischer Art.
Name und Wappen Neubukows geben einen Hinweis auf die einst ausgedehnten Buchenwälder in dieser Gegend. Das Wappen zeigt eine Buche, zwischen deren sich gabelnden Ästen ein Stierkopf, Wappentier der mecklenburgischen Fürsten, thront.
Der Quadratisch angelegte Marktplatz mit seinen um 1790 neu errichteten Rathaus zeigt sich noch heute in der seinerzeit angelegten respektablen Größe. Das einzige Bauwerk, das aus den Jahren der Stadtgründung erhalten ist, ist die Kirche, ein Backsteinbau über Feldsteinsockel mit einem 52 Meter hohen Turm. Der Kirche gegenübergelegen ist das Pfarrhaus mit einer Gedenktafel, die an den berühmten Sohn unserer Stadt, Heinrich Schliemann - Entdecker von Troja - erinnert, der hier am 06. Januar 1822 geboren wurde.

1990, anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Schliemann, wurde gegenüber dem Pfarrhaus eine Stele des Bildhauers Rainer Kessel eingeweiht, die ebenfalls an die bedeutenden Ausgrabungen in Troja erinnert. Ein paar Schritte weiter lädt die neu gestaltete Schliemann- Gedenkstätte zum Besuch ein, eine kleine museale Einrichtung, wo liebevoll und mit viel Arrangement das Gedenken an den unvergesslichen Mann gepflegt wird.