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Heinrich Schliemann (06.01.1822 bis 26.12.1890)

Wer hätte es am 6. Januar 1822 gedacht, dass der Knabe, der an diesem Tage in Neubukow das Licht der Welt erblickte und auf den Namen Johann Heinrich Julius getauft wurde, einmal sehr berühmt werden würde. Sein Vater, der Pfarrer Ernst Schliemann, zog 1823 mit der Frau und den vier Kindern nach Ankershagen und diente hier als Geistlicher. In diesem Ort verbrachte der Junge, der auf den Namen Heinrich hörte bis zu seinem neunten Lebensjahr, eine wunderbare Kindheit. Der Weg des Lebens, mit der Wunschvorstellung einmal Troja
auszugraben, führte diesen jungen Mann über Karlshagen, Fürstenberg, Amsterdam nach St. Petersburg, wo er die Niederlassung des Handelshauses Schröder Amsterdam führen durfte und sich in kurzer Zeit zum selbstständigen Großkaufmann entwickelte.

Auf dem Höhepunkt seiner kaufmännischen Karriere in den Jahren 1863/ 64 gab er seinen Beruf auf und richtete seinen Blick in die antike Welt Griechenlands und in den Landstrich der ägäischen Ostküste. Als er im Jahre 1873 im Hügel Hissarlik den ersten großen Goldfund machte und ihm den Namen "Schatz des Priamos" verlieh und diesen in Athen der Öffentlichkeit präsentierte, war der Name Heinrich Schliemann in aller Welt Munde. Erfolgreiche Grabungen in Mykene brachten im Jahre 1876 den größten Goldschatz damaliger Zeit ans Tageslicht und dieser versetzte die damalige Fachwelt in großes Erstaunen. Auch die Grabungen in in Orchemenos und Tyrins gaben Heinrich Schliemann die Bestätigung, dass die überlieferten Erzählungen Homers einen wahren Hintergrund hatten und Schliemann brachte eine Kultur zum Vorschein, an die vorher kein Mensche geglaubt hatte. Im Laufe der Jahre hatte dieser geniale Mann mehr als 20 Sprachen erlernt und sich in der archäologischen Welt einen Namen gemacht, der ihm außer Kritiken auch Anerkennung und Ehre einbrachte.

Der plötzliche Tod, der Schliemanns Leben am 26. Dezember 1890 in Neapel beendete, löste am griechischen Hof und in der archäologischen Fachwelt Trauer und Bestürzung aus.

Wer mehr über das Leben und Schaffen dieses Mannes wissen möchte, kann sich in der Heinrich-Schliemann-Gedenkstätte in Neubukow Am Brink Nr. 1 informiern.

Sie sind herzlich eingeladen